Fußball und Erinnerung
„Fußball und Erinnerung“ ist eine Internetseite für alle, die sich für die Geschichte des Sports im Nationalsozialismus interessieren. Viele Gedenkstätten in Deutschland bieten Besucher:innen die Möglichkeit, durch die Perspektive des Sports die Geschichte zu entdecken. Das Projekt entstand im Sommer 2024 anlässlich der Fußball-Europameisterschaft der Männer in Deutschland.
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Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit Berlin-Schöneweide
Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide ist die einzige Institution am historischen Ort eines fast vollständig erhaltenen Zwangsarbeiterlagers inmitten eines Wohnbezirks. Seit 2006 macht es hier das lange ausgeblendete Schicksal der über 26 Millionen Männer, Frauen und Kinder sichtbar, die während des Zweiten Weltkriegs durch das NS-Regime als Zwangsarbeiter ausgebeutet wurden.
Erinnerungsort Hotel Silber
Das „Hotel Silber“ war während der NS-Diktatur die Zentrale der Gestapo für Württemberg und Hohenzollern. Seit 2018 ist hier ein Ort des historisch-politischen Lernens und der Begegnung. Er wird vom Haus der Geschichte Baden-Württemberg betrieben und von der Initiative Lern- und Gedenkort Hotel Silber e. V. mitgestaltet.
Gedenkstätte Bergen-Belsen
Mit dem Gründungsjahr 1952 ist die Gedenkstätte Bergen-Belsen die älteste staatliche Gedenkstätte Deutschlands. Besuchende haben die Möglichkeit sich mit den unterschiedlichen Phasen des Ortes, vom Kriegsgefangenenlager, Konzentrationslager bis zum Displaced Persons Camp, auseinanderzusetzen.
Gedenkstätte Buchenwald
Der Name „Buchenwald“ wurde mit dem Konzentrationslager, das 1937 auf dem Ettersberg bei Weimar errichtet wurde, zum Synonym für die nationalsozialistischen Verbrechen.
Seit 1945 nutzten die Sowjets das Gelände für eines ihrer Speziallager, nach 1950 baute die DDR hier die größte deutsche KZ-Gedenkstätte auf. 1990 wurde Buchenwald als Gedenkstätte neu konzipiert und für die Erinnerung an das Schicksal weiterer Opfergruppen geöffnet.
Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig
Die Gedenkstätte erinnert an die Opfer und die Geschichte des NS-Zwangsarbeitseinsatzes im Raum Leipzig. Sie steht als Anlaufstelle für ehemalige Zwangsarbeiter:innen und deren Angehörige zur Verfügung, erforscht noch unbeleuchtete Aspekte des Themas und sammelt historische Zeugnisse.
Gedenkstätte Neuengamme - Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen
Zur Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte gehören die KZ-Gedenkstätte Neuengamme, der Geschichtsort Stadthaus sowie vier weitere Gedenkstätten und Lernorte. Die Stiftung erinnert an die nationalsozialistischen Verbrechen, sie erforscht und vermittelt deren Geschichte und Folgen und sie bewahrt das Gedenken an die Verfolgten des NS-Regimes.
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen
Die Gedenkstätte als dezentral gestaltetes Gesamtkonzept, das die Besucher durch authentische Orte auf eine eindringliche Reise durch die Geschichte führt. In 13 Ausstellungen wird die spezifische Historie von KZ Oranienburg, KZ Sachsenhausen und dem sowjetischen Speziallager thematisch verknüpft. Als Gedenk- und Lernort sowie modernes zeithistorisches Museum vereint sie klassische Aufgaben wie das Sammeln und Bewahren von Zeugnissen mit wissenschaftlicher Forschung und historisch-politischer Bildung. Ein Ort des Gedenkens, Lernens und Erfahrens, der die Vergangenheit in einer vielschichtigen Perspektive darstellt.
Gedenkstätten Gestapokeller und Augustaschacht
Die Gedenkstätten Gestapokeller (Osnabrück) und Augustaschacht (Hasbergen) bilden aufgrund ihrer erhaltenen Bausubstanz und ihrer gemeinsamen historischen Verbindung ein einzigartiges Ensemble. Beide Gedenkstätten und deren 2020 eröffnete Ausstellungen behandeln das Thema „Polizeigewalt und Zwangsarbeit“.
KZ-Gedenkstätte Dachau
Am 22. März 1933 eröffnete das NS-Regime ein Konzentrationslager auf dem Areal der stillgelegten Königlich Bayerischen Pulver- und Munitionsfabrik Dachau. Die Haft- und Terrorstätte bestand zwölf Jahre. Mehr als 200.000 Gefangene aus über 40 Nationen waren im KZ Dachau und seinen Außenlagern inhaftiert, mindestens 41.500 Menschen starben dort an Hunger, Krankheiten, Folter, Mord und den Folgen der KZ-Haft.
KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora
Die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora am Ort des ehemaligen Konzentrationslagers bei Nordhausen ist ein internationaler Lern- und Erinnerungsort zur Geschichte der NS-Zwangsarbeit und Untertageverlagerung der Rüstungsindustrie sowie zur engen Einbindung der NS-Verbrechen in die deutsche Gesellschaft.
Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf
Die Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, seit 1987 im historischen „Stadthaus“, ist ein Ort des Erinnerns, Forschens und Begegnen. Neben der Dauerausstellung „Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus“ gibt es regelmäßig wechselnde Sonderausstellungen und Abendveranstaltungen.
Netzwerk Erinnerungsarbeit
Das Netzwerk Erinnerungsarbeit (kurz Netz E), ein Zusammenschluss aus Fans und Mitarbeitenden des Vereins, gründete sich im Frühjahr 2016. Ziel des Netz E ist es, durch seine bildungspolitische Erinnerungsarbeit und die Aufarbeitung des Nationalsozialismus diskriminierende Haltungen und Praktiken im Verein und in seiner Fanszene zu thematisieren und zu bekämpfen. Das Netz bietet kostenlos Rundgänge an für Gruppen von 5-20 Personen.
NS-Dokumentationsstelle Krefeld
Die NS-Dokumentationsstelle Krefeld, einst Heim des jüdischen Seidenfabrikanten Richard Merländer, erforscht und präsentiert seit 1991 die lokale NS-Geschichte. Neben vielfältigen Bildungsangeboten, beherbergt sie eindrucksvolle Wandgemälde von Heinrich Campendonk und wechselnde Wanderausstellungen.
NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln (NS-DOK)
Das NS-Dokumentationszentrum widmet sich dem Gedenken, Erforschen und Vermitteln der Geschichte Kölns im Nationalsozialismus. Es hat seinen Sitz im EL-DE-Haus, wo sich von Dezember 1935 bis März 1945 die Zentrale der Kölner Gestapo befand. Das ehemalige Hausgefängnis mit den über 1.800 Inschriften von Häftlingen stellt einen einzigartigen Gedenkort dar.
Sportmuseum Berlin und Wassersportmuseum Grünau
Sport und die Geschichte des Sportes ist unsere Leidenschaft. Was Sport ist und welche Bedeutung Sport für Gesellschaften oder den einzelnen Menschen hatte, kann als Geschichte von spektakulären Ereignissen, hinreißenden Gefühlen, faszinierender oder regulierter Körper, als Geschichte von Emanzipation, großer Erfolge oder des Scheiterns, als Geschichte von Zugehörigkeit und Gemeinschaft oder als Geschichte von Ausschlüssen erzählt werden. Eine Gesellschaftsgeschichte der Moderne ohne Sport ist schwer denkbar. Das Sportmuseum Berlin setzt sich in Forschung, Vermittlung, Sammlung und Ausstellungen mit der Bedeutung und der Vielfalt von Sport in der Berliner, deutschen und transnationalen Geschichte auseinander.
Fotos: Mareen Meyer, Thomas Eisenhuth, Shahar Azran, Sigrid Haake

























