
Während des Turniers 2024 beteiligten sich zahlreiche Gedenkstätten und Museen an einem umfangreichen Programm mit mehr als 100 Veranstaltungen: Fans und sportinteressierte Menschen konnten kostenfrei an Führungen und Workshops teilnehmen.
Sport bietet vielfältige Möglichkeiten, sich der Geschichte des Nationalsozialismus zu nähern – auch über Perspektiven, die für viele Menschen heute unmittelbar anschlussfähig sind.
Für viele ist Fußball und Sport heute mehr als Wettbewerb und Ergebnis – ob als Fan, Vereinsmitglied oder Spieler:in. Teams und Fangruppen besuchen seit Jahren gemeinsam Gedenkstätten oder beschäftigen sich mit der Geschichte ihrer eigenen Vereine. Solche Aktivitäten machen sichtbar, wie eng die Geschichte des Nationalsozialismus mit der Entwicklung unserer Sportarten verbunden ist – und warum sie bis in die Gegenwart wirkt.
Sportler:innen wurden rassistisch oder politisch verfolgt. Jüdische Sportler:innen wurden systematisch aus Vereinen ausgeschlossen. Viele Menschen, die in Konzentrationslagern inhaftiert waren, hatten zuvor Sport getrieben oder in Sportvereinen gelebt und gearbeitet. Diese Geschichten gehören zur Sportgeschichte und berühren bis heute Fragen von Verantwortung, Erinnerung und Teilhabe.
Die Karte auf dieser Plattform bietet eine Übersicht über Gedenkstätten und Institutionen, an denen sich die Geschichte der Orte auch mit einem Bezug zum Sport kennenlernen lässt. Vereine, Sportmannschaften und Fangruppen sind eingeladen, diese Orte zu besuchen und gemeinsam zu diskutieren, was die Verfolgung durch die Nationalsozialisten für uns heute bedeutet – und wie Sport ein Raum sein kann, in dem Ausgrenzung und Diskriminierung aktiv begegnet wird.
Foto: Mareen Meyer
